… kleiner channelstrip test am nachmittag mit dem dbx 676 :)

… undzwar mit dem #dbx 676 tube channelstrip, den es seit august 2015 gibt. er besteht aus klassischen elementen wie mic-preamp (mit einer 12au7 röhre), einem 3-bandigen equaliser (hi- und lowband als shelve, ein durchstimmbares mittenband (100hz – 8khz; cut/boost; 2-stufige glockenkurve narrow/wide) und anschliessend ein compressor/limiter teil, der aus dem high-end stereocompressor 162sl stammt (vca!). phantompowerswitch, 80hz hpf, 20db pad und ein polarityflip sind natürlich auch dabei. interessant bei diesem channelstrip sind die beiden regler eingangsseitig: gain und post-tube attenuation. der gainregler stellt die vorverstärkung des eingangssignales bereit, die mittels der 12au7 röhre einen sehr satten und warmen tubetone produziert. der zweite inputregler dient dazu, die ausgangsspannung der röhrenvorverstärkung zu steuern. damit kann die weitere gainstructure sehr genau angepasst werden. mit verschiedenen settings dieser beiden inputregler können klangfarben von sehr sauber und transparent bis durchaus rotzig (mit eben mehr analogem gain) erzeugt werden. der equaliser arbeitet sehr fein und klingt hervorragend. sehr oft glaubt man, viele parametrische bänder haben zu MÜSSEN, um stimmen richtig und gut entzerren zu können. hier reichen 2 shelving bänder (ab 100hz low und ab 10k high) sowie das oben genannte, eine  parametrische mittenband! sehr gute arbeit, dbx! ausgangsseitig kommt dann der eigentliche leckerbissen zum tragen. der compressorteil! ein vca-compressor, der aus dem 162sl stammt mit allen bekannten regeleinheiten, die erforderlich sind, um signale dynamisch bearbeiten zu können. sehr gelungen! ein contour schalter insertiert einen 180hz highpass filter im detektorweg, um tieftonsignale zu filtern und so die compression aufgeräumter zu machen. sidechaining ist natürlich auch möglich. die dbx-typische #overeasy schaltung ist ebenso enthalten, um die compression natürlicher und weicher zu machen. speziell bei vocals ein sehr nettes feature 😉 am schluß sitzt ein dbx peakplus limiter. so gehört sich das! ein leckerbissen sind 2 getrennte outputs auf der rückseite: einer liefert das signal post-EQ und pre-compressor, also das tube-vorverstärkte und entzerrte signal. der zweite output bekommt sein signal post-compressor/limiter! dadurch kann man einfach parallelcompression realisieren, was hervorragend funktioniert!                                                                                                            das war ein grobüberblick im projektstudio. nächste woche darf ich den 676er als channelstrip für den leadsänger bei einer liveshow der österreichischen band ‚floyd division – the austrian pink floyd show‘ einsetzen. ich freu mich!

getestet hab ich den channelstrip mit einem sm58, einem beta57, einem beta87, einem d5 und d7. beide ouputs wie oben beschrieben, hab ich auf zwei getrennte kanäle an meiner dlive angeschlossen und so sehr gute auflösungen im mix bekommen. eigentlich kein vergleich mit dem pultinternen eq-ing, dynamikbearbeiten und oberton-anreichern mit dem pulteigenen valve-plugin in der eingangsstufe. es ist einfach wesentlich dicker und runder (speziell im lowmid und hf bereich), wenn analog verarbeitet wird! is so! ich muss aber zur verteidigung trotzdem erwähnen, dass die dlive-signalverarbeitung sehr gut arbeitet und auch klingt. aber digital halt! 😉         meines erachtens braucht sich dieser sehr gelungene tube-channelstrip sound- und ausstattungsmäßig vor wesentlich teureren geräten ala avalon vt737, ua la610 oder ähnlichem nicht verstecken; ganz im gegenteil: er hat sogar mit einigen netten features die nase sehr weit vorn! #imho

#knowledgebase #soundengineer #andreasputz

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Kategorien:LIVESHOWS

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