… latenzmessungen mit waves plugins native an meiner dLive :)

… nach längere zeit wieder mal etwas messtechnisches 🙂

mich hat interessiert, wie sich waves plugins latenzmäßig vergleichen lassen, die mit zwei verschiedenen host-programmen am computer laufen. dazu hab ich ableton live 9 standard und das waves-eigene hostprogramm multirack native (v9.80) verwendet; d.h. ohne waves-eigenem soundgridserver! folgende plugins hab ich verwendet: puigchild compressor -> mv2 -> l1 limiter. die plugin-gesamtlatenz beträgt 128 samples (bei 48khz samplingfrequenz) gemäß latency-chart (zu finden auf der waves website). angebunden wurde mein macmini (mid 2011, i5, 256 samsung ssd, 8gb ram) per DVS (8ms roundtrip latenz) an die allen&heath M-DANTE karte im surface, die 128 audiokanäle (64in/64out bei 48khz) bietet. als test-pendant dazu diente eine allen&heath M-MADI karte, die ebenfalls 128 audiokanäle (64in/64out bei 48khz) verarbeiten kann. die dante anbindung erfolgt bekannterweise per cat5e kabel und wird per dante controller zur M-DANTE karte geroutet. die madi verbindung zum mac erfolgte mit einem RME madiface usb interface per usb2.0, was aufgrund der (bekannterweise) hervorragend programmierten treiber problemlos funktioniert.

patch workaround: ich hab ein sm58 mikrofon an einem input des stageracks (a&h cdm32) angeschlossen und auf eine mono subgruppe geroutet, die wiederum auf den masterbus gelangte. in diese subgruppe hab ich nun die oben erwähnten plugins per insert digital eingebunden. relevante host- und plugin einstellungen, die bei beiden host-testkandidaten identisch waren: die buffersize sowie die gesamte, plugin-abhängige latenz. gemessen hab ich mit smaart v7, das mit meinem macbook pro per dante an einer weiteren M-DANTE karte angeschlossen war, die im stagerack sitzt.

anmerkung zur buffersize in den hosts bei dante anbindung: bei 64 samples gab es keine clicks oder audiodropouts beim liveprocessing, 32 samples waren nicht möglich, aufgrund lauter verzerrungen in sehr unangenehmer weise. was nun sehr interessant war, ist der vergleich mit dem rme madiface usb. die anbindung an das dlive surface erfolgte nun per coaxialem madi (2x 75ohm bnc-kabel). auch hier wurden 64 samples in den hosts eingestellt, was astreines audioprocessing ermöglichte. sowohl in ableton live wie auch in multirack native war es möglich, die buffersize in den systemeinstellungen auf 32 samples einzustellen, OHNE audioartefakte in jeglicher form, was wiederum auf die erwähnten hervorragenden treiber zurückzuführen ist! die screenshots zeigen nun sehr schön, wie sich latenzmäßig einerseits die beiden hosts und andererseits die eingesetzten audiointerfaces (- und slotkarten) verhalten mit beträchtlichem wertunterschied!

mein fazit: dante hat sehr viele vorteile (die bekannt sein dürften) gegenüber einer reinen madi-verbindung, die per-se eine reine point-to-point verbindung darstellt. zwar ist es auch durchaus möglich, plugs für foh-processing per dante native einzubinden, aufgrund der wesentlich geringeren over-all latenz ist madi aber der vorzug zu geben! weiters spricht auch für madi und dem erstklassigen rme madiface usb, das die buffersize auf ein minimum eingestellt werden kann, was zu einer weiteren latenzreduktion führt. ohne soundgrid-server werden die audioprozesse in der computer-cpu erledigt, was natürlich einen leistungsstarken rechner mit genug ram und einer schnellen festplatte (ssd) vorraussetzt. für mich und meine anwendung am foh stellt das aber kein problem dar, da ich nur sehr wenige racks bzw. plugins, sei es nun per multirack oder ableton live als host, verwende.

letztenendes war das ein sehr aufschlussreicher vergleich für live-processing am foh mit waves plugins in nativer anbindung. und ja: die 0,7ms systemlatenz der dlive, die extrem gering ist, hab ich mal aussen vor gelassen 😉

Kategorien:LIVESHOWS

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